Wie wir diesen Podcast erstellen

Wissen teilen. Eine Ansage von Herrn Dueck, die ich sehr ernst nehmen möchte.

Deshalb hier alles Wissen, das es zur Erstellung dieses Podcast zu teilen gibt.

1. Mikrofon

Sowohl Herr Dueck als auch ich benutzen das MiC von Apogee. Das können Sie auch an ein iPhone oder iPad anschließen. Es bedarf ein wenig Arbeit, den richtigen Pegel zu finden. Außerdem ist es meines Erachtens nach etwas luftempfindlich. Ansonsten ist die Qualität gut und für einen Podcast mehr als ausreichend. Kosten: ab 185 Euro.

2. Aufnahme

Wir verabreden uns einmal monatlich für einen Skype-Termin. Mit dem Programm Call Recorder nimmt jeder von uns an seinem heimischen Rechner seine Tonspur auf (Kosten: 20 US-Dollar). Herr Dueck lädt mir seine Tonspur dann bei Dropbox hoch. Dem Call Recorder liegt ein Set an Tools bei, mit dem ich die Tonspuren voneinander trennen kann, da das Programm in Stereo aufnimmt. Somit habe ich am Ende zwei Spuren. Seine Originalspur und meine Originalspur. PS: Call Recorder kann auch die Videobilder aufnehmen, wir zeichnen jedoch aus verschiedenen Gründen nur das Audio auf (Gründe: Sparen von Bandbreite, damit wir uns unterbrechungsfrei hören, wir veröffentlichen außerdem nur die Audiospur, da ich noch relativ viel schneide).

Don Dahlmann hat in den Kommentaren direkt auf eine Aufzeichnungsmöglichkeit für Skype Konferenzen hingewiesen: „Ich nutze für die Aufnahme Pamela Pro. Ein ebenfalls kostenpflichtiges Programm, dass aber Skype-Konferenzen aufnehmen kann. Man kann auch die Bitrate einstellen etc. Funktioniert für meinen Podcast tadellos.“ (Kosten: 25 Euro)

3. Produzieren

Beide Spuren lade ich dann in Garageband (kostenlos mitgeliefert bei Apple Computern) und fange an, zu schneiden. Das ist mit etwas Lernaufwand verbunden. Es geht mit der Zeit immer schneller. Nach drei Ausgaben habe ich für 80 Minuten Aufnahme zwei Stunden Schnitt benötigt. Das ist immer noch mehr als ich mit einem professionellen Radio-Tool benötige. Garageband ist allerdings kein schönes Schnittprogramm, für einfache Podcast-Bedürfnisse reicht es. Außerdem bringt es ein Set an Effekten und Instrumental-Stücken mit, man kann den Podcast in verschiedene Kapitel unterteilen, bebildern und direkt veröffentlichen.

4. Veröffentlichen

bei iTunes

Ich schiebe den Podcast dann als MP3 in Stereo auf meinen Server bei Flatbooster.de. Als CMS für diese Seite hier verwende ich WordPress. Darin implementiert habe ich das PlugIn podPress. Das war eine nervige Frickelarbeit. Ich habe keine Ahnung wie ich das zum Laufen bekommen habe, aber es läuft. Die Podcasts erscheinen bei iTunes. Dort muss man sie erstmalig einreichen. Die Informationen findet man hier. Das alles kostet mich nichts extra. Es gibt auch spezielle Podcast-Hoster, die bei 5 Euro pro Monat liegen. Es dauert übrigens immer ein paar Stunden bis die neue Folge im iTunes Store erscheint.

bei YouTube

Das macht sehr viel Sinn. Ein Teil der Nutzer entdeckt den Podcast über YouTube, viele hören ihn da. Ich nutze einfach iMovie und mache das Cover zum Standbild. Darunter lege ich die Podcast-Tonspur. Das benötigt nur eine Menge Zeit beim Export und Upload auf YouTube, dabei kann man aber ganz toll ein Buch lesen. Es lohnt sich, um Publikum zu gewinnen.

bei Soundcloud

Soundcloud kostet schnell eine Menge Geld, aber es macht das Verbreiten des Podcasts sehr einfach. Ich muss sagen, dass ich in Zukunft eventuell auf Soundcloud verzichten werde, da über iTunes und YouTube deutlich mehr Abrufe erfolgen. Außerdem kann ich nur zehn bis zwölf Folgen bei Soundcloud speichern, dann ist das Limit erreicht und ich müsste noch mehr zahlen. Über Soundcloud binde ich den Podcast allerdings auf dieser Seite ein, ich habe nun bei Soundcloud einige Follower, eventuell lade ich dort zukünftig nur noch ein Snippet hoch und verlinke den kompletten Podcast bei YouTube und iTunes. Soundcloud will zukünftig das Podcasting ausbauen, ich bin gespannt welchen Service die da entwickeln.

5. Beschreibung und Tagging

Der Titel ist bei mir immer ähnlich, unterscheidet sich aber von Service zu Service. Auf dieser Seite schreibe ich nur „Folge X: ‚Thema'“, bei YouTube schreibe ich „Gunter Dueck antwortet: Folge X: ‚Thema‘ #dueckantwortet“, bei Soundcloud sieht es ähnlich aus. In den Tags versuche ich so viele Stichworte wie möglich unterzubringen, was davon nutzt weiß ich nicht. In der Beschreibung versuche ich alle Links, die im Podcast Erwähnung finden, unterzubringen, leite den Podcast mit einem kleinen Antexter ein, verlinke diese Seite und den Hinweis auf neue Fragen für die nächste Folge. Außerdem biete ich als Service die Kapitel mit Zeitangaben an. Das geht schnell, da ich den Podcast schon in Garageband in Kapitel unterteile, für eine schnellere Navigation.

6. Titelsong

Das ist so ein Liebhaberding. Ich mag Titelsongs von Serien etc. Ich wollte, dass dieser Podcast auch einen Titelsong hat, den habe ich in Amerika für wenig Geld produzieren lassen und mir alle Rechte übertragen lassen – aus den bekannten deutschen Gängeleien habe ich das schriftlich. Den kann man nun überall kaufen und hören. Irgendwer in Großbritannien hat ihn tatsächlich schon über iTunes gekauft.

7. Das Format

Eine gewisse Struktur hilft. Der Podcast hat ein hartes Format, das ich vorerst nicht verändere, da es zu funktionieren scheint. Das Intro ist immer die Frage nach dem heutigen Getränk. Dann geht es mit einer Frage von mir los. Darauf folgen einige Hörerfragen. In der Mitte weise ich auf die Möglichkeit hin, Fragen einzusenden. Danach kommt meist wieder eine Frage von mir und noch eine oder zwei Hörerfragen. Das Ende habe ich bewusst etwas gestreckt, damit die Impulse neu gesetzt werden. Das letze Drittel geht los mit einer Frage zur Dueckschen Biografie, danach eine Idee, die Herr Dueck in den vergangenen Wochen hatte und der Frage nach „wichtigen letzten Worten“. Somit gehört Herrn Dueck immer das letzte Wort. Da läuft auch meist der Titelsong längst drunter.

Wenn Sie Fragen haben, posten Sie diese gerne in den Kommentaren.

Comments

  1. DonDahlmann sagt:

    Ich nutze für die Aufnahme Pamela Pro. Ein ebenfalls kostenpflichtiges Programm, dass aber Skype-Konferenzen aufnehmen kann. Man kann auch die Bitrate einstellen etc. Funktioniert für meinen Podcast tadellos.

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  2. Marcel sagt:

    Ich nutze ebenfalls Pamela Pro und bin aktuell noch mit „No23 Recorder unterwegs“. Grüße
    Marcel

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