Hallo Welt! Haben Sie eine Frage an Gunter Dueck?

Die Idee entstand während meiner Lektüre des ersten Bandes der Dueckschen Trilogie, “Omnisophie“- ein weiteres Buch über den Sinn des Lebens. Lesen Sie es, der Autor verspricht, dass Sie Ihren persönlichen (den Sinn) darin finden.

Eine Morgens um fünf Uhr erhielt der Autor eine E-Mail von einem begeisterten Leser (seiner Bücher) und Zuseher (seiner Vorträge) mit der Frage, ob er, der Autor, an einem Podcast interessiert wäre, der zum Inhalt ihn selbst (den Autor) und Fragen seiner Leser, Zuschauer und Zuhörer hat. Ja, er freue sich darauf, schrieb der Autor zurück – nicht gleich um fünf Uhr, aber so um neun.

Nun lesen Sie diese Zeilen und der Macher, ich selbst, Robert Kindermann, hauptberuflich Radiomensch, ist sehr aufgeregt und freut sich, Herrn Dueck Ihre Fragen zu stellen, die Sie hier einsenden können. Haben Sie Fragen? Dann los! Hier einfach in den Kommentaren. Keine? Dann hören Sie hier Antworten auf Fragen anderer („Die haben Probleme…!“). Lassen Sie uns einmal alles in Frage stellen, wie es Herr Dueck oft selbst tut. Jetzt geht es andersherum, er soll antworten!

Es wird hell.

Über Gunter Dueck

Gunter Dueck, Jahrgang 1951, lebt mit seiner Frau Monika in Waldhilsbach bei Heidelberg. Anne (29) und Johannes (26) promovieren gerade in Biochemie bzw. Mathematik.

GD studierte von 1971-75 Mathematik und Betriebswirtschaft, promovierte 1977 an der Universität Bielefeld in Mathematik.

Er forschte 10 Jahre mit seinem wissenschaftlichen Vater Rudolf Ahlswede zusammen, mit dem er 1990 den Prize Paper Award der IEEE Information Theory Society für eine neue Theorie der Nachrichten-Identifikation gewann. Nach der Habilitation 1981 war er fünf Jahre Professor für Mathematik an der Universität Bielefeld und wechselte 1987 an das Wissenschaftliche Zentrum der IBM in Heidelberg.

Dort gründete er eine große Arbeitsgruppe zur Lösung von industriellen Optimierungsproblemen und war maßgeblich am Aufbau des Data-Warehouse-Service-Geschäftes der IBM Deutschland beteiligt. Er arbeitete an der Strategie und der technologischen Ausrichtung der IBM mit und kümmerte sich um Cultural Change. 2009 bis 2010 beteiligte er sich in führender Rolle am Aufbau eines neuen strategischen Wachstumsfeldes der IBM Corporation, das auf die wachsende Industrialisierung der IT-Infrastrukturen bis hin zum so genannten Cloud Computing zielt. Bis zum August 2011 war er Chief Technology Officer (CTO) der IBM Deutschland. Seitdem hat es ihn wegen Erreichens der 60-Jahre-Marke in den Unruhestand gezogen, er ist derzeit freischaffend als Schriftsteller, Business-Angel und Speaker tätig und widmet sich weiterhin unverdrossen der Weltverbesserung.

Gunter Dueck war einer der IBM Distinguished Engineers und Mitglied der IBM Academy of Technology. Er war lange Jahre Mitglied der Präsidien der Gesellschaft für Informatik und der deutschen Mathematikervereinigung. Er ist IEEE Fellow und korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Er publizierte satirisch-philosophische Bücher über das Leben, die Menschen und Manager: E-Man (2. Aufl. 2002), Die Beta-Inside Galaxie und Wild Duck(3. Auflage 2003). Seine ganz eigene Philosophie erschien in drei Bänden:Omnisophie: Über richtige, wahre und natürliche Menschen (2. Auflage 2004),Supramanie: Vom Pflichtmenschen zum Score-Man (2003) und Topothesie: Der Mensch in artgerechter Haltung (2004). Der Springer-Verlag publiziert seine Werke unter der eigenen Rubrik Dueck’s World.

Blutleere und Hirnlosigkeit standen im Mittelpunkt seines Schaffens 2006: In seinem ersten Roman Ankhaba finden Vampire die Erklärung der Welt. Das Buch Lean Brain Management – Erfolg und Effizienzsteigerung durch Null-Hirn warnt satirisch-sarkastisch vor einem ökonomischen Horror-Scenario der Verdummung der Menschen und der Callcenterisierung der Arbeit. 2008 erschien Abschied vom Homo Oeconomicus bei Eichborn – ein Buch über fast zwangsläufige ökonomische Unvernunft. Im Juli 2009 folgt Direkt-Karriere: Der schnellste Weg nach ganz oben, ein satirisches Handbuch über Blitzkarrierekunst. Das Buch Aufbrechen! Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen enthält sein von ihm gefordertes Zukunftsprogramm, wenn heute wegen der Automatisierung vieler Dienstleistungen neue Arbeitsfelder erschlossen werden müssen. Was soll der Einzelne dazu tun? Das steht im aktuellen Buch Professionelle Intelligenz – worauf es morgen ankommt.

(übernommen von Omnisophie.com)

Über Robert Kindermann

Zehn Jahre leidenschaftlicher und sinnesgetriebener Radiomacher. Nach Thüringer, Baden-Badener, Frankfurter und Hamburger nun Kölner. Ideensammler, Ideenmaschinen-Erfinder und ab sofort Podcaster.

(vollständiger auf wir-muessen-twittern.de)

Comments

  1. Die einsame Insel: Sie können alles mitnehmen, was in einen Bus passt. Aber auf drei Dinge, die Sie täglich in die Hand nehmen, müssen Sie verzichten. Welche wären das?

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  2. Svenja sagt:

    Herr Dueck, warum sind wir unser ganzes Leben unheimlich verunsichert und erst wenn die Kinder raus sind und unser Körper nicht mehr alles mit macht, scheinen wir zu verstehen worum es geht?

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  3. K. sagt:

    Sie haben ja ganz schöne Ideen, fordern aber vor allem Daten. Wie wollen Sie die denn schützen?

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  4. Philipp Z sagt:

    Wie lange wird es Ihrer Meinung nach dauern, bis wir in Deutschland Social Media&Mobile genauso begegnen, wie die Amerikaner es heute bereits tun (aufgeschlossen, mehr early-adopter)?

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  5. Wie lässt sich ein positiver Austausch zwischen virtueller und realer Welt verantwortungsvoll gestalten?

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  6. Thomas sagt:

    Der „schlaue Kurti“ (Kurt Gödel) hat beweisen, dass selbst die Mathematik nicht exakt ist. Denken Sie, dass der heutige unentwegte Versuch, alles als bewiesen darzustellen (obwohl es das nicht ist), der falsche Weg ist und diese Erkenntnis eigentlich einen völlig anderen Ansatz in der Wissenschaft (nicht nur dort!) bedingt? Irgendwo fehlen uns doch heute die großen Ideen und ich denke da zum Beispiel an die Heisenbergsche Unschärferelation. Siehe http://www.youtube.com/watch?v=CNSJ7PCoov8
    Muss die Wissenschaft weg vom (richtigen) Handwerk, hin zur Kreativität? Oder ist das zu radikal gedacht? Das Handwerk könnten doch eigentlich auch Computer übernehmen. Irgendwann…

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  7. Philipp sagt:

    Hallo Herr Dueck, wie ist das wohl eigentlich: Werden Rechner mit genug Rechenleistung irgendwann denken und fühlen können, wie Lebewesen? Ich meine, ist das komplett ausgeschlossen? Können Hormone und andere Körperprozesse nicht auch irgendwann umgerechnet werden? Was meinen Sie?

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  8. Ralf Kappmeier sagt:

    Wenn ich eine Frage hätte die noch nie gegoogelt wurde, und Google auf diese Frage keine Antwort wüsste, wäre ich dann im Geiste frei?

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  9. Achim sagt:

    Lieber Herr Dück,

    wenn Ihre Kinder heute noch einmal 12 Jahre alt wären und auf einem Gymnasium mit MINT-Schwerpunkt wären, was wäre Ihnen persönlich wichtig für deren Zukunft, vielleicht nicht nur beruflich? Umwelttechnologie studieren, Chinesisch lernen, Auslandserfahrungen nach dem Abitur machen? Wir Eltern sind gespannt. Herzlichen Dank.

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  10. Peter Dummann sagt:

    Hallo Herr Dueck,
    die Arbeitswelt braucht immer mehr SuperProfessionals. Damit die Fragen der Googlewissenden beantwortet werden können. Was wird aus denen die auch mit Google nicht schlauer werden? Irgendwann wird ja auch der letzte Job als Kinokartenabreisser wegrationalisiert sein. Wohin mit denen die übrig bleiben? Haben Sie eine Idee?

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  11. Jan Golka sagt:

    Hallo Herr Dueck,
    was passiert wenn wir Schreiberlinge für uns twittern, facebooken, bloggen, web 2.0en lassen? Das Reden oder Podcasts von Dritten für Erste geschrieben werden ist ja nichts Neues, doch wie weit darf man bei diesem Theaterspiel gehen, wo ist die Grenze zwischen Realität und Fiktion. Was passiert wenn Robert Michel wochenlang als Harald Schmidt bei Twitter die Fans und Medien gleichermaßen begeistert, aber später aufgedeckt wird, das war alles erfunden. Harald Schmidt ist überhaupt nicht Harald Schmidt! Was passiert wenn ein Söldner unsere Bundeskanzlerin bei Facebook vertritt? Was passiert wenn eine Agentur einem Bankchef sagt was er bloggen soll und welchen Themen er sich widmen soll?

    Wie viel Raum für personelle Wirklichkeit bleibt im Internet?

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  12. Judith sagt:

    Frage 1: In Ihrem Buch „Omnisophie“ unterteilen sie die Menschen in die drei Typen „richtig“, „wahr“ und „natürlich“. Alle drei Typen haben ihre Berechtigung und sind gleichwertig (behaupte ich). Trotzdem: Gibt es einen Typ, der Ihnen besonders am Herzen liegt, und falls ja, warum?

    Frage 2: Haben Sie den Eindruck, dass die (pardon, fiese Verallgemeinerung:) „Hipster“, die durch Ihren Vortrag auf der re:publica auf Sie gestoßen sind und Sie auf allen Kanälen bejubelt haben, begreifen, wovon Sie tatsächlich reden und sich auch danach noch vertiefend mit Ihren Theorien beschäftigt haben? Oder war das eher ein Strohfeuer?

    Frage 3: Wird es Ihnen manchmal zuviel, als Vortragsreisender unterwegs zu sein, oder sind Sie einfach nur froh, Ihre Ideen und Erkenntnisse teilen zu können?

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  13. Robert sagt:

    Herr Dueck, das Netz, die Menschen stehen auf Rabattmarken. Ökonomisch ist das doch quatsch, oder? Es untergräbt das System der Preisbildung basierend auf Angebot und Nachfrage. Subventionen bringen doch nichts. Werden Groupon und Co. zu recht wieder gehen?

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  14. Konrad sagt:

    Editieren
    Guten Tag,

    Was passiert, wenn wir alle exzellente Menschen sind und nur das machen was wir wirklich können/wollen? Wer macht dann die Arbeit, die niemand machen will und dennoch gemacht werden muss?

    Wie finden Sie Entwicklungen wie udacity oder openHPI? Ist es ein erster richtiger Schritt oder haben Sie sich das anders vorgestellt?

    Welches Projekt ist im Moment Ihr liebstes Beispiel, kommt also ihrer Vorstellung am nächsten (bzw. im Teil)?

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  15. Petra Kimmig sagt:

    Hallo Herr Dueck,

    die Piratenpartei ist da – setzen Sie sich jetzt den Störtebeker-Hut auf und rufen beglückt „En garde!“?!

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  16. Peter Dummann sagt:

    Hallo noch mal Herr Dueck,
    auf ihrem facebookprofil bezeichnen Sie sich als Weltverbesserer. Haben Sie die Welt verbessert? Werden Sie die Welt noch verbessern?

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  17. Midori Rosbach sagt:

    Hallo Herr Dueck,

    woher kommen die Emotionen?
    Wenn ich mich beobachte, die sämtlichen Aktivitäten, egal ob körperlich, geistig oder spirituell, sind immer mit Emotionen verbunden. Besonders die blitzartigen Reaktionen, die durch meinen Seismograf verursacht werden, hervorrufen sehr starke Emotionen.

    Ich beobachte mich z.B. beim Website-Scripting. Das ist an sich eine ziemlich logische, nüchterne Tätigkeit. Aber selbst bei dieser Tätigkeit kommen mir Emotionen hoch: „Juhu, jetzt funkt’s!!!!“ oder „Mist, wieso geht das nicht, ich habe doch alle Parameter richtig gesetzt?!“ usw.

    Wenn ich die Tiere beobachte, scheint mir, dass die auch Emotionen haben. Daher denke ich, vielleicht kommen die Emotionen aus dem Leben selbst. Aber vielleicht ist das als Erklärung wohl ein wenig zu spirituell.

    Viele Grüße
    Midori Rosbach

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  18. Lieber Herr Dueck,

    ich traue mich ja kaum zu fragen. Aber: Meine Schwiegermutter (76), die seit dem ersten Mal als ich ihr einen Vortrag von Ihnen zugespielt habe, u. a. von Ihrem (Zitat) „“unbeholfenen“ Charme beeindruckt“ war, merkt fast jedes Mal an wenn ich ihr etwas Neues von Ihnen sende: Wieso braucht der immer so lange bis er auf den Punkt kommt?

    Liebe Grüße aus der Hauptstadt

    Ihr
    Holger Steinbach

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  19. Paul sagt:

    Hallo Hr Dueck, sie haben ja harte, ehrliche 1/0 Mathematik studiert und wahrscheinlich das Große und Ganze in der Mathematik (und Welt, denn die Mathematik ist ja die Sprache von Gott) verstanden. Muss man dann weiche und schwammige Philosophie studieren um nicht verrückt zu werden oder ist es ein Komplementär oder eine andere Sicht auf das Gleiche oder einfach etwas, was „man dann eben auch noch wissen möchte“ oder wir kommt man darauf?

    Weil der Prof. Harald Lesch hat ja eine ähnliche Kombination mit Astrophysik und Philosophie gewählt.

    Danke

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  20. Hamsta sagt:

    Ist es schlimm, dass ich 7×5 nicht im Kopf rechnen kann? Ich habe einen „Rechner“ benutzt um die Aufgabe zu lösen um hier „als Menach“ einen Beitrag verfassen zu können, welche extra eingebaut wurde um „Rechner“ davon vernzuhalten hier „automatisch“ Beiträge zu verfassen… mir wird schwindelig 😉

    Aber meine Frage lautet eigentlich:
    WIE würde SIE vorschlagen, dass wir jetzt hier und sofort (für die aktuell heranwachsende Generation) die „Digitale Impotenz“ „behandeln“?
    Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass dies jemals erreicht werden kann, für eine europäische Gesellschaft zielführend ist.

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  21. Sven Walper sagt:

    Herr Dueck, Sie erzählten, dass Sie als Kind normal lebhaft waren und erst später eine intellektuelle Karriere begonnen haben. Sind Sie also als Kind ein „natürlicher“ Mensch gewesen, und beim Heranwachsen plötzlich ein „wahrer“ Mensch geworden? Wie kann man sich so diametral ändern? Ich hätte vermutet, dass man von Geburt an entweder wahrer oder richtiger oder natürlicher Mensch ist, und sich nur graduell ändert.

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  22. Kay-Uwe von Hebel sagt:

    Hallo Herr Dueck, wie sehen Sie als Mathematiker die Quantenphysik und das damit verbundene Verständnis, dass alles von unserer Beobachtung abhängt. Das alles Schwingung ist und jeder von uns direkten Einfluß auf seine Umgebung und im Kollektiv Einfluß auf die Welt ausübt. Alles: Wohlstand, Gesundheit oder Weisheit ist nur einen Quantensprung von uns entfernt. Vielen Dank, Kay-Uwe von Hebel

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  23. RBA sagt:

    Hallo Herr Professor Dueck,
    zuerst einmal vielen Dank an Sie (und natürlich ausdrücklich auch an Herrn Kindermann) für den Podcast, für ihre Bücher und die vielen Youtube-Vorträge. Ich habe aus jeder Podcast-Folge viel für mich gelernt und finde vor allem auch den Stil toll zum zuhören. Meine Fragen: 1. ihre Meinung zum NSA – Abhörskandal? Ich stimme der Aussage aus den letzten Podcasts zu, jedes System wird von einen gewissen Prozentsatz an Menschen mißraucht – ist das jetzt Mißbrauch des Systems oder tatsächlich im Sinne der präventiven Terrorismusbekämpfung notwendig? Welche Alternativen könnte es geben? 2. anderes Thema (nach dem Lesen des Buches „Minimal Management“)- ist das hierarchische Führungsmodell ihrer Meinung nach ein Auslaufmodell? Können die nach diesem Modell ausgebildeten Führungskräfte in der heutigen Welt der Netzwerke noch wirksam führen?
    Vielen Dank und viel Spaß weiterhin – Erfolg haben Sie ja schon … 🙂

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  24. Marco Stifel sagt:

    Herr Dueck, sind Menschen die sich in globalen Netzwerken organisieren um gegen die Globalisierung zu protestieren nicht lächerlich und rückwärtsgewandt? Die Globalisierung ist durch. Sowohl der chinesische Staat der das Internet einschränkt und abkapselt, so wie der in der Zeltstadt in Frankfurt kampierende Occupy-Protestler haben das nicht verstanden, oder?

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